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Beschreibung des Verfahrens
Die Pflanzenheilkunde war und ist seit den medizinischen Anfängen ein wesentlicher Bestandteil in der Therapie des
kranken Menschen. Sie steht nach wie vor nicht nur bei Heilpraktikern hoch im Kurs. Ursprünglich wurden die Heilpflanzen keineswegs nach klinischen Krankheitsnamen eingesetzt, sondern nach den “Kautelen”
(Bedingungen) und Qualitätsregeln der traditionellen Heilkunde. Diese fussen auf den theoretischen Grundlagen der Naturheilkunde, die ihren Ursprung in der Lehre von den Elementen und Körpersäften hat. Die Säfte liegen in
bestimmten Mischungen im Organismus vor. Dadurch erhält jeder Mensch in seiner physischen und psychischen Ausprägung ein individuelles Mischungsverhältnis, sein Temperament, das ihn zum Sanguiniker, Choleriker, Phlegmatiker
oder Melancholiker macht. Daraus entstand eine noch heute verständliche Charakter- und Krankheitslehre. In dieser Hinsicht wurden Krankheiten nach den jeweiligen Veränderungen der Säftezusammensetzung und deren Qualitäten
beschrieben; man unterschied trockene, hitzige, feuchte und kalte Krankheitsbilder der jeweiligen Organsysteme. Aufgrund dieser veränderten Säftemischungen wurden Pflanzen ausgewählt, die in der Lage waren, diesen krankhaften
Zustand zu regulieren. So wurden beispielsweise bei hitzigen, d.h. entzündlichen Erkrankungen, kühlende Drogen verabreicht. So ist bis in unsere Zeit ein Großmutter-Rezept überliefert worden:
Kamillentee als kühlende Droge bei akuten (=hitzigen) Magenverstimmungen.
Anwendungsgebiete
Viele funktionelle Erkrankungen lassen sich fast ausschliesslich mit der Pflanzenheilkunde therapieren, bei schwerwiegenderen und
auch degenerativen Leiden dient sie gut als unterstützende Behandlungsmethode.
Kombinationsmöglichkeiten
Die Pflanzenheilkunde lässt sich grundsätzlich mit allen naturheilkundlichen Methoden kombinieren,
insbesondere mit der Biochemie nach Dr. Schüßler sowie der spagyrischen und homöopathischen Heilweise.
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