Blutegeltherapie
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Beschreibung des Verfahrens

 

Das Setzen von Blutegeln gehört ebenso zu den Ausleitungsverfahren über die Haut wie das Baunscheidtieren, das Setzen von Cantharidenpflastern, Schwitzkuren oder das blutige Schröpfen.

Die zur Therapie verwendeten Blutegel werden heutzutage eigens gezüchtet und nicht etwa in der freien Natur gefangen. Somit kann eine Übertragung von Krankheitserregern oder eine Infektion mit Sicherheit ausgeschlossen werden.
An der zu behandelnden Hautstelle beisst sich der Blutegel fest. Er verbleibt an dieser Stelle mindestens dreissig Minuten und entnimmt in dieser Zeit ca. 10 ccm Blut. Gleichzeitig gibt er eine gerinnungshemmende und entzündungswidrige Substanz, das Hirudin, in die Bißstelle ab. Dieser Stoff ist dafür verantwortlich, dass die Bisswunde längere Zeit in der erwünschten Weise nachblutet.
Der Egel wird entfernt oder fällt ab, die Wunde wird versorgt.

Anwendungsgebiete

 

Venöse Stauungen mit Thromboseneigung, entzündliche Erkrankungen, Stauungszustände im kleinen Becken.

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